Mein Hund hat Arthrose - wie kann ich ihm helfen?

Arthrose beim Hund

 

Bei Verdacht auf Arthrose bei Ihrem Hund, sollten Sie zunächst Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Dieser wird durch einige Untersuchungen, wie beispielsweise das Abtasten der Gelenke und anhand eins Röntgenbefundes feststellen, ob eine Arthrose vorhanden ist.

  

Wurde die Diagnose vom Tierarzt gestellt, kann dieser je nach aktueller Phase der Erkrankung vorübergehend schmerzstillende, entzündungshemmende Medikamente verabreichen.

 

Arthrose ist, genau wie beim Menschen, eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die das Leben unseres Vierbeiners einschränkt, seine Beweglichkeit und Aktivität deutlich vermindert. Dies ist auch verständlich, denn sind Schmerzen vorhanden, möchte sich der Hund nicht mehr so viel bewegen. Er nimmt eine sogenannte Schonhaltung ein, um das betroffene Gelenk weniger oder gar nicht zu belasten.

 

Bei Arthrose ist es jedoch sehr wichtig, dass sich der Hund weiter regelmäßig bewegt. Zwar sollte die Bewegung dem aktuellen Krankheitsbild angepasst werden, jedoch ist sie ausschlaggebend wichtig, um ein Fortschreiten der Arthrose im betroffenen Gelenk zu verlangsamen.

Doch genau hier entsteht durch die Schmerzen ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Aufgrund der Schonhaltung und dem Aktivitätsverlust, wird das betroffene Gelenk nicht mehr ausreichend bewegt, was wiederum das Fortschreiten der Arthrose und die daraus entstehenden Schmerzen begünstigt.

Daher kann es sinnvoll sein, durch eine vorübergehende Gabe schmerzstillender, entzündungshemmender Medikamente diesen Teufelskreis zu durchbrechen und dem Hund wieder mehr Beweglichkeit zu ermöglichen.

 

Zusätzlich zu veterinärmedizinischen und physiotherapeutischen Maßnahmen gibt es einige Dinge, die Sie als Halter eines von Arthrose betroffenen Hundes beachten sollten:

 

·       Prüfen Sie den Liegeplatz

Der Ruheplatz Ihres Hundes sollte trocken und warm sein, Zugluft vermieden werden. Die Fläche sollte so groß sein, dass Ihr Hund ausgestreckt auf der Seite liegend genügend Platz hat. Durch eine druckelastische Liegematte, beispielsweise aus viskoelastischem Schaumstoff, wird die Durchblutung und Muskelentspannung gefördert, was sich positiv auf das arthrotische Gelenk und das umliegende Gewebe auswirkt.

 

·       Passen Sie die Spaziergänge an

Bewegung ist wichtig, gerade bei Arthrose. Verzichten Sie daher nicht auf die täglichen Gassirunden mit Ihrem Hund. Zu beachten gilt es jedoch, dass Hunde, die von Arthrose betroffen sind, eher weichere Untergründe bevorzugen, beispielsweise Wald- und Wiesenböden. Zudem sollten Sie besser mehrere kurze Spaziergänge pro Tag machen, als 2-3 lange Runden, um eine Überbelastung unbedingt zu vermeiden.

 

·      Beachten Sie die Witterungsbedingungen

Gelenkschmerzen durch Arthrose können sich bei nasskaltem Wetter verstärken. Achten Sie daher bei Ihrem Hund auf zusätzliche, geeignete Bekleidung. Am besten sollten Hüfte, Rücken, Schultern und Bauch bedeckt sein. So wird der der Körper auch bei kälteren Temperaturen warmgehalten.

 

·       Kein Treppensteigen oder Springen

Müssen Sie mit Ihrem Hund Auto fahren, lassen Sie ihn auf keinen Fall in das oder aus dem Auto springen. Helfen Sie ihm stattdessen mit einer Ein- und Ausstiegsrampe, um die Gelenke zu schonen. Unterschiedliche Modelle finden Sie im guten Tierfachhandel. Ebenso sollten Treppen mit Ihrem Vierbeiner möglichst vermieden werden.

 

·       Übergewicht vermeiden

Aufgrund der Überbelastung der Gelenke, umliegenden Muskeln, Sehnen und Bänder bei Übergewicht, ist besonders bei an Arthrose erkrankten Hunden darauf zu achten, ein Optimalgewicht zu erhalten oder herzustellen. 

Bezüglich der Ernährung sollten Sie unbedingt bedenken, dass Trockenfutter dem Körper stets Wasser entzieht (auch dem Knorpelgewebe) und daher zur dauerhaften Fütterung Ihres Hundes nicht geeignet ist. 

 

·       Nahrungsergänzungsmittel

Im Bereich Ergänzungsfuttermittel können zur begleitenden Therapie bei Arthrose einige Mittel eingesetzt werden. Häufig zum Einsatz kommen hier Glykosamin-Glykane, die z.B. in Grünlippmuschelextrakt enthalten sind oder auch Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Fischöl vorhanden sind. Beide Ergänzungsfuttermittel dienen der Ernährung des Gelenkknorpels, sowie der Regulierung, Stabilisation und Regeneration von Knorpeln, Sehnen und Bändern.

 

Arthrose ist stets eine starke Belastung für das betroffene Tier. Die bis jetzt noch unheilbare Gelenkerkrankung schränkt nicht nur die Beweglichkeit und Aktivität Ihres Vierbeiners ein, sondern mindert auch deutlich seine Lebensqualität.

 

Die Physiotherapie ist in diesem Fall, neben veterinärmedizinischen und alternativen Maßnahmen (Homöopathie, Akupunktur etc.), eine wichtige Säule bei der Behandlung von tierischen Arthrosepatienten.

Die begleitenden physiotherapeutischen Maßnahmen unterstützen nachweislich die Gelenkbeweglichkeit. Sie tragen zur Schmerzlinderung bei und verhelfen den betroffenen Hunden dadurch wieder zu mehr Bewegungsfreude

 

Damit erhalten die Tiere ein großes Stück an Lebensqualität zurück und das Fortschreiten der Arthroseerkrankung kann so deutlich verlangsamt werden.

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