Stabilisierende Übungen

 

Diese Art der Behandlungsform arbeitet mit dem Prinzip „Druck erzeugt Gegendruck“. Es handelt sich um verschiedene Übungen, die beim Hund eine Gegendruckreaktion und damit eine Muskelkontraktion erzeugen. Das Ziel der stabilisierenden Übungen gleicht dem der aktiven Bewegung.

 

 

Unterteilt werden die stabilisierenden Übungen in zwei Trainingsmöglichkeiten:

 

 

Propriozeptives Training

 

Propriozeptoren (Sensoren in Bändern, Sehnen, Gelenkkapseln) reagieren auf Zustandsveränderungen (Dehnung/Spannung, Zug/Druck) und leiten diese Informationen über das Rückenmark an das Gehirn weiter.

 

Propriozeptoren stellen nach längerer Ruhigstellung zunehmend ihre Aktivität ein, wodurch ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Außerdem sind die Rezeptoren häufig nach Verletzungen, Operationen, im Alter oder durch neurologische Störungen beeinträchtigt.

 

Beim propriozeptiven Training reagiert der Hund durch leichte Stöße an einzelne Körperstellen auf diese Zustandsveränderungen, indem er durch das Regulieren von Bewegungen das Gleichgewicht wieder herstellt. So werden die Propriozeptoren und die Reaktion der Muskelkontraktion trainiert.  

 

 

Isometrische Übungen

 

Auch in diesem Training wird durch einen aufgebauten Druck an bestimmte Bereiche des Hundekörpers ein Widerstand hervorgerufen, der zur Muskelkontraktion führt. Dies ist eine sehr schonende Möglichkeit des Muskeltrainings.

 

 

Einsatzgebiete:

- Paresen

- Geriatrie

- Wirbelsäulenerkrankungen

- Störungen des Nervensystems

- Muskelerkrankungen