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Der Frühling naht - die Zecken auch

Nach den kalten Wintertagen ist die wärmende Frühlingssonne eine wahre Wohltat für Mensch und Hund.

 

Doch der lang ersehnte Frühling hat einen Nachteil:

Der jährliche Ärger mit den Zecken beginnt.

 

Vermehrt in hohem Gras, in Büschen und im Unterholz warten diese kleinen Parasiten nur darauf, dass ein Hund vorbeikommt. Haben die Zecken dann die Haut des Hundes erreicht, beißen sie sich fest und können während des Blutsaugvorgangs durch den abgegebenen Speichel gefährliche Krankheiten, wie Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenziphalitis), übertragen.

 

Zecken sind auf unseren Hunden leider kaum zu vermeiden. Heutzutage gibt es jedoch unzählige Präparate zur Abwehr dieser kleinen Milbentierchen.

 

Doch welches Mittel ist das Richtige?

Die meist verwendeten Produkte sind Zeckenhalsbänder, sogenannte Spot-on Präparate oder Sprays, die mit chemischen Mitteln arbeiten und so die Zecken fernhalten sollen.

Leider werden Hundehalter hier viel zu wenig über die Zusammensetzung der einzelnen Wirkstoffe und die möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt. Diese reichen von auftretenden Hautirritationen und Schuppenbildung über Wahrnehmungsstörungen bis hin zu epileptischen Anfällen, da die chemischen Wirkstoffe über die Haut vom Körper aufgenommen und im Organismus verteilt werden.

 

Weniger schädliche Alternativen gegen Zecken sind im pflanzlichen Bereich zu finden. Doch auch hier sollte der verantwortungsbewusste Hundehalter genau hinsehen.

 

Ätherische Öle beispielsweise können starke Hautreizungen und Allergien bei empfindlichen Hunden hervorrufen. Außerdem werden diese starken Gerüche von den feinen Hundenasen häufig als sehr unangenehm empfunden.

 

Mittel wie z.B. Kokosöl oder Schwarzkümmelöl sollten nur in geringen Mengen verwendet werden. Gerade in der heißen Jahreszeit kann es durch das Verwenden von zu viel Öl zu verklebtem Fell kommen. Die Folge kann ein gefährlicher Wärmestau sein. In geringen Mengen jedoch können diese Öle einen natürlichen Zeckenschutz bilden.

 

Ein weiteres natürliches Antizeckenmittel ist Knoblauch. In sehr geringen Mengen ins Futter gemischt, verändert der Knoblauch den Körpergeruch des Hundes und kann dadurch eine zeckenabwehrende Wirkung haben.

 

Doch Vorsicht! Knoblauch in zu hohen Mengen ist für Hunde giftig!

 

Zecken halten sich bevorzugt in hohen Wiesen auf
Zecken halten sich bevorzugt in hohen Wiesen auf

 

Zecken reagieren auf Körpergeruch

Genau wie der Mensch geben Hunde Körperausdünstungen ab, auf die Zecken reagieren. Die Intensität des Geruchs ist auch von der Ernährung abhängig. Eine ausgewogene gesunde Ernährung führt zu weniger intensiven Körperausdünstungen. Daher sollte bereits im Vorfeld auf eine gute Ernährung bei Hunden geachtet werden. Eine Garantie, dass die Zecken einen gesund ernährten Hund meiden gibt es natürlich nicht, aber die Möglichkeit, die Anzahl der Zecken dadurch zu reduzieren bleibt bestehen.

 

Absuchen ist das Wichtigste

Für welche Präparate oder natürlichen Antizeckenmittel Sie sich auch entscheiden, ein gründliches Bürsten und Absuchen Ihres Hundes sollte ein fester Bestandteil nach jedem Spaziergang sein. Besonders an Körperstellen, wie dem Nacken, dem Kopfbereich, in den Achselhöhlen und dem Rutenansatz halten sich die kleinen Parasiten am häufigsten auf. Diese begleitende Maßnahme ist zwar etwas zeitaufwendiger für den Hundehalter, jedoch meiner Meinung nach die sicherste Methode um Ihren Hund vor Zeckenbissen zu schützen.

 

Grundsätzlich sollte sich jeder Hundehalter über die verschiedenen Möglichkeiten der Zeckenabwehr ausführlich informieren und sich bei Fragen an einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker wenden. Erst dann kann diesbezüglich eine für den Hund bestmögliche Entscheidung getroffen werden.

 

Abschließend sei gesagt, wir müssen unsere Hunde nicht immer chemischen Mitteln aussetzen um Zecken von ihnen fernzuhalten. Es gibt viele alternative Möglichkeiten und pflanzliche Hausmittel, die unsere Hunde vor diesen Plagegeistern schützen können.

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